| Einsatzhinweise zu Photovoltaik-Anlagen |
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Was verbirgt sich hinter einer PV-Anlage?
Was muss für den Feuerwehreinsatz beachtet werden?
Zeigt die ENS allerdings eine Spannungsfreiheit an, so kann man davon ausgehen, dass die Anlage bereits ab dem ENS-Modul spannungsfrei ist. Die meisten Wechselrichter haben von sich aus schon eine Überwachungseinrichtung die die Gegenspannung kontrolliert. In diesen Fällen ist die Anlage schon ab dem Wechselrichter spannungsfrei. Besondere Vorsicht ist bei einem Brand im unmittelbaren Bereich der Solarmodule geboten. Diese Module sind direkt mit der Dachkonstruktion verbunden. Bei einem Brand im unmittelbaren Befestigungsbereich muss immer damit gerechnet werden, dass sich diese Verbindungen lösen können. Einerseits durch die Wärmeeinwirkung auf das Befestigungsmaterial direkt, aber auch durch den möglichen Abbrand des Untergrundes (Dachkonstruktion aus Holz). Unter dem Solarzellen-Modul befindet sich aber die Dachhaut (Dachziegel) und keine Aussparung, durch die man hindurch fallen könnte. Fazit: Die Praxis hat gezeigt, dass aufgrund der vielen Modelle eine einheitliche Aussage über Aufbau, Befestigung und Gefahrenpunkte im Detail leider nicht möglich ist. Hierfür ist immer eine Begehung vor Ort zu empfehlen. Generell sollten im Einsatz die allgemeinen Gefahrenpunkte wie oben aufgeführt berücksichtigt werden:
• Gefahr durch den Gleichstrom (Nach DIN VDE 0100 ist die Berührung einer Gleichspannung bis 120 Volt ungefährlich) • Längere Standzeit des Lichtbogens bei Gleichstrom, im Falle sich die Spannung führenden Leiter zwischen Solarzellengesamtmodul und ENS fast berühren. (z.b. durch Abschmelzen der Isolierung bei Brandeinwirkung) • Leitung zwischen Solar-Modul und Wechselrichter führt auch trotz gezogener Hauptsicherung oder Umlegen des Hauptschalters weiterhin Strom! • Unterschiedliche Standorte für Wechselrichter und ENSNetzüberwachungseinrichtung • Befestigung der Solar-Module kann durch Brandeinwirkung gelöst werden (Absturzgefahr), da der Befestigungsrahmen für die Solarzellen üblicherweise auf dem Dachstuhl befestigt wird. Nach § 29 Abs. 2 Unfallverhütungsvorschrift „Feuerwehren“ (GUV-V C53) sind bei Einsätzen in elektrischen Anlagen und in deren Nähe Maßnahmen zu treffen, die ver-hindern, dass Feuerwehrangehörige durch elektrischen Strom gefährdet werden. Diese Forderung schließt ein, dass geeignete Werkzeuge und Hilfsmittel benutzt werden, DIN VDE 0132 „Brandbekämpfung im Bereich elektrischer Anlagen“ beachtet wird und Unterweisungen durchgeführt werden. Insbesondere sind folgende Mindest-Sicherheitsabstände zu elektrischen Anlagen bis 1000 V zu beachten:
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